Evangelisches Bildungswerk Rosenheim–Ebersberg e.V.

Den Menschen stärken – die Sache klären

ONLINE: 11. Rosenheimer Gespräch: Respekt für alle – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit überwinden

Vorurteile führen zur Ausgrenzung von Menschen.
Wenn über eine ganze Gruppen von Menschen, als „die Schwulen“, „die Ausländer“, „die Obdachlosen“ oder „die Juden“ gesprochen wird, wird meist nur ein Merkmal hergenommen, um diese Gruppe zu bilden. Sei es die sexuelle Orientierung, die religiöse Zugehörigkeit oder die Nationalität. Problematisch wird es, wenn wir diese Gruppen gleichzeitig abwerten, indem wir unterstellen, „alle Schwulen sind…“, „alle Ausländer haben…“. Es wird eine Gruppe von Menschen automatisch mit einem Verhalten in Verbindung gebracht, ohne den individuellen Menschen zu sehen. Das Vorurteil führt zur Ausgrenzung von Menschen, übrigens völlig unabhängig, ob diese Menschen tatsächlich der Gruppe angehören. Diese in der Gesellschaft verbreiteten Ansichten nennt man Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Sie tritt z.B. im Internet in Form von Hate Speech auf. Eine Gruppe von Menschen wird abgewertet, um z.B. den eigenen Status aufzuwerten.
Als „Vertreterinnen der Jugend“ sitzen Tiara Vollmer und Audrey Oehme auf dem Podium.

Zur Referentin:
Prof. Dr. Beate Küpper, Diplom-Psychologin und Professorin an der Hochschule Niederrhein wird uns an diesem Abend zum Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit begleiten.
Sie arbeitet maßgeblich mit am Langzeitprojekt und den Folgeprojekten, die seit 2002 am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld die Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit untersuchen.

Prof. Dr. Küpper ist an zahlreichen Publikationen beteiligt. Sie und Prof. Zick sind auch Autor*innen der Seite der Bundeszentrale für polit. Bildung über Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/214192/gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit/
und ist stellvertretende Leitung SO.CON – Social.Concepts – Institut für Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit, https://www.buendnis-toleranz.de/174271/prof-dr-beate-kuepper

Seit 2012 organisiert das Evangelische Bildungswerk gemeinsam mit der Sparkassenstiftung Zukunft das Rosenheimer Gespräch. Jährlich findet die Veranstaltung im November anlässlich der ökumenischen Friedensdekade in Zusammenarbeit mit einer weiterführenden Rosenheimer Schule statt.
Gäste sind immer gesellschaftlich relevante prominente Persönlichkeiten bzw. Themen. In den vergangenen Jahren konnten Liao Yiwu, Navid Kermani, Greta Taubert, Lars Ruppel, Barbara Yelin, Verena Bentele, Jan Weiler, Frank Richter, Geraldine de Bastion und Dr. Sarah Straub begrüßt werden.

Durch den Abend führt Reinhart Knirsch, Journalist und Geschäftsführer von Radio Regenbogen“. An seiner Seite auf dem Podium sitzen Tiara Vollmer und Audrey Oehme, als Vertreterinnen der Jugend.

Was genau ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?
Als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bezeichnen wir abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber Menschen aufgrund ihrer zugewiesenen Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe. Eine in diesem Sinne menschenfeindliche Haltung kann sich auch in ausgrenzender oder sogar gewalttätiger Handlung zeigen oder Einfluss auf die Gestaltung von diskriminierenden Regeln und Prozessen in Institutionen und den Aufbau von diskriminierenden Strukturen haben.

Diese Veranstaltung(sreihe) findet virtuell statt. Wir haben eine datenschutzkonforme Lizenz von Zoom und helfen Ihnen gerne, dem virtuellen Meeting beizutreten.
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Kursnummer 23486 – Infos

Datum

Termin: Montag, 13.11.2023 um 19.00 Uhr

Referent(en)

Ort

Internet, virtueller Veranstaltungsraum über Software "easymeet24/Zoom", , 83022 Rosenheim

Kosten

  • 0.00 Kostenfrei

Anmeldung

bis 13.11.2023 bis 16Uhr im ebw

Kooperation

Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim, Radion Regenbogen, FOS/BOS Rosenheim
Anmeldung

Zurückliegende Veranstaltung. Anmeldung geschlossen